Informatives, Kinder & Familie 09.11.2017

Arche IntensivKinder gGmbH

Leben in der Arche

„Kommt schon bald der Nikolaus?“ Neugierig beobachtet Robin, wie in der ARCHE dekoriert wird. Ein Jahreszeitentisch, Fensterbilder und Mobiles verbreiten in den Räumen eine fröhliche Stimmung. Auf den Nikolaus muss Robin noch warten, doch insgesamt wird die ARCHE winterkuschelig gemacht. Denn auch, wenn draußen die Tage kürzer werden und der Wind kalt weht, ist es in der ARCHE mollig warm und gemütlich. 16 Kinder, die auf intensivmedizinische Pflege angewiesen sind, leben momentan in der Kusterdinger Einrichtung. 

 


 

„Wir sind sehr  froh, dass es die ARCHE gibt“, berichtet Finns Mutter. Der Achtjährige kam im Alter von zwei Jahren nach Kusterdingen, wo er die intensivmedizinische  Pflege bekommt, die er benötigt – und noch viel mehr. „Wir wissen einfach, dass hier das Bestmögliche für Finn getan wird und es gleichzeitig ein schönes Zuhause für ihn sein kann.“ Finns Eltern oder Großeltern kommen täglich in die ARCHE, spielen mit ihm, lesen ihm vor und halten ihn auf dem Laufenden, was in der Familie sonst so los ist. Das ist für Finns Entwicklung optimal, doch nicht alle Eltern sind dazu in der Lage. „In der ARCHE leben auch Kinder, deren Eltern sehr weit weg in anderen Bundesländern wohnen“, erzählt Christiane Miarka-Mauthe, Initiatorin der ARCHE IntensivKinder. „Sie haben sich dennoch dafür entschieden, ihr Kind in der ARCHE unterzubringen, weil unser Konzept sie überzeugt hat.“ Die Nestwärme, die sie hier bekommen, ist für diese Kinder ganz besonders wichtig – genauso wie das breit gefächerte pädagogische und therapeutische Programm. So werden sie optimal gefördert.

 

Fröhlicher Besuch

 

Für Marvin, Jonas und Enisa ist der Vormittag in der ARCHE die tollste Zeit des Tages. Dann steht oft Kindergruppe auf dem Programm. Die Kindergruppe ist die Zeit, in der die ARCHE-Kinder selbst bestimmen, was gespielt wird. Während Enisa am liebsten Musik macht, trommelt und Instrumente ausprobiert, beobachtet Marvin gerne die Aktivitäten um ihn herum und Jonas krabbelt auf der kleinen Rutsche, die mitten im Toberaum steht. “Die Kindergruppe haben wir vor einiger Zeit für die Kindergartenkinder eingerichtet. Sie lieben es, einfach miteinander zu spielen, selbst zu entscheiden, was sie gerade interessiert oder ob sie das Bedürfnis nach Bewegung oder geistiger Anregung haben“, erklärt Christiane Miarka-Mauthe. „Denn auch in der ARCHE müssen Abläufe klar strukturiert und regelmäßig sein, genau wie für gesunde Kinder auch“. So gibt es einen Alltag mit Ruhezeiten und Spielplatzbesuchen, mit Therapiestunden und abendlichen Kuschelrunden. Und auch die Schulausbildung wird nicht vergessen. 

 

Hausmusik für die Kleinsten

 

Drei ABC-Schützen hat die ARCHE mittlerweile, die von der Dreifürstensteinschule in Mössingen unterrichtet werden, zum Teil im Regelschulunterricht. Dank einem Kommunikationsgerät, das mit den Augen gesteuert wird, kann Robin sogar schon lesen und schreiben. Und auch für die anderen ARCHE Kinder ist dies ein erreichbares Ziel – nicht zuletzt dank vieler Therapie- und Übungsstunden, die auch durch Spenden finanziert werden. Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!

 


 

In der ARCHE IntensivKinder gGmbH leben Kinder, die wegen schwerer Erkrankungen, Unfällen oder Operationen dauerhaft beatmet werden müssen. Sie wurde im Jahr 2007 von Christiane Miarka-Mauthe (Kinderkrankenschwester und Initiatorin) sowie Sabine Vaihinger (selbst betroffene Mutter) gegründet.

 

SPENDENKONTO: ARCHE e. V.
IBAN: DE29 6415 0020 0002 8203 81
BIC: SOLADES1TUB

www.arche-intensivkinder.de

 

Das neue ARCHE-Haus in Kusterdingen

 


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